Raumländer Vikar legt Doktorarbeit vor

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Der Raumländer Vikar Tim Elkar darf jetzt seinen Doktor-Titel führen, druckfrisch liegt seine Dissertation vor.

Tim Elkar – kurz und bündig ist der Name des Vikars in der Evangelischen Kirchengemeinde Raumland. Doch seit Kurzem ergänzen die beiden Buchstaben „D“ und „r“ sowie ein Punkt den Namen des 32-Jährigen, denn er darf jetzt seinen Doktor-Titel führen. Vorgelegt hat der Siegerländer, der seit mittlerweile anderthalb Jahren die Ausbildung zum Pfarrer im Wittgensteiner Gemeindedienst komplettiert, seine Dissertationsschrift im Fachgebiet „Systematische Theologie“ am Fachbereich „Evangelische Theologie“ an der Marburger Philipps-Universität. Die Überschrift des 330-Seiten-Werks lautet: „Leben und Lehre. Dogmatische Perspektiven auf lutherische Orthodoxie und Pietismus. Dargestellt an den Beispielen von Johann Gerhards ‚Loci‘, Johann Königs ‚Theologia‘, Philipp Jakob Speners ‚Evangelischer Glaubenslehre‘ und Johann Anastasius Freylinghausens ‚Grundlegung der Theologie‘.“

Das hört sich erstmal sehr kompliziert an, aber Tim Elkar erläutert den notwendigen Spagat in der Einleitung seiner Dissertation an einem aktuellen Beispiel: „Der Zusammenhang von Lehre und Leben ist in der evangelischen wie der katholischen Kirche ein Thema von großer und bleibender Aktualität. Dies zeigt sich 2013 auf protestantischer Seite exemplarisch an der Diskussion um die Orientierungshilfe der EKD zum Thema ‚Familie‘. Die Einen bemängeln, dass die evangelische Kirche ihre Lehre einfach den Lebensentwürfen und dem Zeitgeist anpasst, ohne dies auf eine bibelgemäße Lehrbasis zu stellen. Andere hingegen halten es für wichtig, das Leben jedes Einzelnen in den Blick zu nehmen, Lehre immer wieder neu zu profilieren, um der Lebensrealität der Menschen gerecht zu werden.“ Dabei steht für den angehenden Pfarrer Tim Elkar fest: „Leben und Lehre sind zwei Grundkategorien der Dogmatik wie der Theologie insgesamt. Die Vermittlung der beiden ist Aufgabe jeglicher theologischen Wissenschaft wie der gemeindlichen Praxis.“

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